Tiny Habit Laufchallenge Woche 3: Warum meine 5 km diesmal anders aussahen
Tiny Habit Laufchallenge Woche 3: Meine 5 km mussten nicht perfekt sein
Nachdem ich eine Woche aufgrund meiner Erkrankung aussetzen musste, hatte ich ehrlich gesagt richtig schlechte Laune.
Ich dachte:
Na toll. Jetzt schaffe ich meine Laufchallenge schon wieder nicht.
Dabei war meine Aufgabe ja eigentlich so simpel: 5 km pro Woche.
Nicht mehr. Nicht weniger.
Aber in meinem Kopf war daraus irgendwie geoworden: Ich muss aufs Laufband. Ich muss meine Laufschuhe anziehen. Ich muss „richtig“ trainieren.

Und dann kam dieser eine Moment.
Ich hatte meine kleine Tochter in die Kita gebracht und war auf dem Weg nach Hause. Eigentlich wollte ich einfach nur zurücklaufen, mich ausruhen und den Tag irgendwie ruhig angehen lassen. Ich war noch krankgeschrieben, das Wetter war angenehm und ich hatte keine Eile.
Und plötzlich dachte ich:
Warum gehe ich nicht einfach weiter? Warum verbinde ich den Weg nicht direkt mit dem Einkaufen?
Also bin ich nicht nach Hause gegangen, sondern gemütlich weitergelaufen. Einfach nur ich, mein Alltag und meine Uhr, die mitlief. Mittlerweile muss ich ehrlich sagen: Ohne meine Uhr könnte ich diese Challenge kaum noch so bewusst wahrnehmen. Sie läuft einfach mit, ohne das ich ständig darüber nachdenken muss. Und dann stand ich tatsächlich mitten im Aldi, zwischen dem Obst und den Backwaren, als meine Uhr mir plötzlich mitteilte: 5 km geschafft.
Und ich musste innerlich lachen. Weil genau das der Punkt war: ich hatte meine Challenge nicht auf dem Laufband geschafft, nicht in Sportklamotten, nicht mit dem perfekten Plan, sondern mitten in meinem ganz normalen Mama-Alltag.
Und plötzlich wurde mir klar:
Auch so kann ich meine 5 km schaffen.
Natürlich habe ich dafür über eine Stunde gebraucht. Aber ganz ehrlich: Wen interessiert das?
Meine Aussage an euch und auch an mich selbst war von Anfang an: Es geht nicht darum, wie schnell ich bin. Es geht nicht darum, ob ich laufe, walke oder spazieren gehe. Es geht darum, überhaupt ins Tun zu kommen.
Und genau das habe ich getan.
In Woche 3 habe ich meine 5 km geschafft. Aber ich war diesmal nicht nur stolz darauf, dass ich sie geschafft habe. ich war vor allem stolz darauf, dass ich sie mit meinem Alltag verbunden habe.
ich musste mir keine perfekte Sporteinheit freischaufeln. Ich musste nicht warten, bis alles passt. Ich habe einfach das genutzt, was sowieso da war: den Weg für die Kita, den Einkauf, die Zeit an der frischen Luft. Auch wenn der Rückweg mit vollen Tüten sehr nervig war.
Aber trotzdem hat es etwas in mir verändert.
Denn nach dieser kleinen Alltagseinheit bekam ich plötzlich wieder Lust auf Bewegung. Auf Sport. auf Aktivität. Auf meinen Körper.
Nach der Ruhewoche war das vielleicht genau das, was ich gebraucht habe: kein Druck, sondern ein sanfter Wiedereinstieg.
Und dabei blieb es nicht. Ich bin in dieser Woche sogar noch einmal auf Laufband gegangen und habe zusätzlich eine weitere Sporteinheit nur für mich gemacht.
Am Ende zeigt mir Woche 3 vor allem eins:
Es ist egal, wie du etwas durchziehst.
Es ist egal, wie lange du dafür brauchst.
Es ist egal, ob es perfekt aussieht.
Hauptsache, du machst was.
Manchmal sind 5 km kein sportliches Ziel. Manchmal sind 5 km einfach ein Zeichen dafür, dass man wider bei sich selbst ankommt.
Mein Learning aus Woche 3:
Tiny Habits funktionieren genau deshalb, weil sie sich an dein echtes Leben anpassen dürfen. Nicht umgekehrt.
Und vielleicht ist genau das der Punkt:
Wir müssen nicht immer mehr Disziplin haben. Manchmal brauchen wir einfach nur einen leichteren Weg, um wieder anzufangen.
