Die ersten Ferien mit zwei Kindern – ohne zu verreisen

Was soll ich sagen?!

Zwei Kinder in völlig unterschiedlichem Alter mehrere Wochen zu Hause zu haben und irgendwie beide glücklich zu machen, gehörte jetzt nicht unbedingt zu meiner Vorstellung der entspanntesten Sommerferien. 😅

Wir hatten vorher lange überlegt, wie wir die diesjährigen Sommerferien und die Kitaschließzeit gestalten.

Relativ schnell war klar: Einen großen Sommerurlaub würde es dieses Jahr nicht geben. Mein Mann musste viel arbeiten und damit hieß es für mich:

Ferien zu Hause mit zwei Kindern.

Und ganz ehrlich?

Einfach sieht anders aus.

Den meisten Stress machte ich mir schon vorher

Noch bevor die Ferien überhaupt angefangen hatten, lief mein Kopf auf Hochtouren.

Was machen wir die ganzen Wochen?

Wie beschäftige ich beide?

Wie schaffe ich es, dass meine Große ihre Sommerferien genießt?

Und wie werde ich gleichzeitig meiner Kleinen gerecht?

Denn genau das fand ich besonders herausfordernd: Zwei Kinder mit einem großen Altersunterschied haben nun einmal völlig unterschiedliche Bedürfnisse.

Während meine Große inzwischen eigene Interessen hat, Freundinnen treffen möchte und richtige Unternehmungen genießen kann, braucht ein Kleinkind noch einmal eine ganz andere Art von Aufmerksamkeit und Beschäftigung.

Und natürlich wollte ich beiden gerecht werden.

Also machte ich das, was ich besonders gut kann:

Ich machte mir erstmal selbst wahnsinnig viel Druck. 😅

Eine Woche Theater – und eine richtig gute Entscheidung

Für meine Große wollte ich bewusst etwas finden, das nur für sie ist.

Deshalb meldete ich sie für eine Woche zu einem Theaterkurs im Galli Theater an – inklusive einer Aufführung am Ende.

Und diese Entscheidung war wirklich goldrichtig.

Ich konnte beobachten, wie gut ihr diese Woche tat.

Sie durfte ihre eigenen Ideen einbringen, Schauspiel ausprobieren, kreativ sein und dabei ganz nebenbei noch einmal eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein sammeln.

Am Ende auf der Bühne zu stehen und zu zeigen, woran sie die ganze Woche gearbeitet hatte, war natürlich noch einmal etwas ganz Besonderes.

Für uns definitiv eine Ferienempfehlung.

Manchmal reicht auch eine Übernachtung mit der besten Freundin

Es mussten aber nicht jeden Tag große Unternehmungen sein.

Ihre beste Freundin durfte bei uns übernachten und wir machten daraus einfach einen kleinen Mädelsabend.

Und auch das gehört für mich rückblickend zu den schönen Dingen dieser Ferien.

Denn genau da habe ich gemerkt:

Kinder brauchen gar nicht ständig das große Programm, das wir Erwachsenen manchmal für sie planen wollen.

Manchmal reicht die beste Freundin, etwas Leckeres zu essen und gemeinsam Quatsch zu machen vollkommen aus.

Unsere Familienausflüge

Natürlich haben wir auch gemeinsam als Familie etwas unternommen.

Ein Highlight war für uns der Britzer Garten.

Gerade mit Kindern in unterschiedlichem Alter fand ich ihn richtig schön. Die Große konnte entdecken und spielen, die Kleine hatte ebenfalls genug zu schauen und zu erleben und gleichzeitig hatten wir Erwachsenen nicht das Gefühl, den ganzen Tag von einer Attraktion zur nächsten hetzen zu müssen.

Außerdem waren wir im Dinopark Germendorf.

Auch den kann ich für einen Familienausflug wirklich empfehlen.

Und etwas, worüber ich mir vorher ebenfalls Gedanken gemacht hatte, funktionierte überraschend gut:

Unsere Kleine machte die Ausflüge einfach mit.

Mit einem Kleinkind zu Hause fand ich es trotzdem herausfordernd

Was ich nicht schönreden möchte:

Ein Kleinkind über einen längeren Zeitraum komplett zu Hause zu betreuen, fand ich durchaus anstrengend.

Gerade beim Thema Beschäftigung und Förderung hatte ich immer wieder das Gefühl:

Mache ich eigentlich genug mit ihr?

In der Kita passiert schließlich den ganzen Tag etwas. Es wird gespielt, gesungen, gebastelt, draußen entdeckt und mit anderen Kindern interagiert.

Zu Hause diesen Anspruch an mich selbst zu stellen, hat mich teilweise ziemlich unter Druck gesetzt.

Und rückblickend war genau das wahrscheinlich gar nicht notwendig.

Denn sie brauchte keine Mama, die acht Stunden am Tag pädagogisches Programm veranstaltet.

Sie brauchte einfach ihre Mama.

Am Ende war es viel unkomplizierter als in meinem Kopf

Das ist wahrscheinlich meine größte Erkenntnis aus diesen Ferien.

Der Stress vorher war teilweise größer als die Ferien selbst.

Ich hatte mir so viele Gedanken darüber gemacht, wie ich das alles schaffen sollte.

Zwei Kinder.

Unterschiedliche Bedürfnisse.

Keine große Reise.

Arbeit meines Mannes.

Ausflüge.

Beschäftigung.

Und am Ende?

Haben wir es einfach gemacht.

Nicht jeder Tag war spektakulär.

Nicht jeden Tag gab es einen Ausflug.

Und ganz bestimmt war auch nicht jede Minute harmonisch. 😅

Aber wir hatten schöne Ferien.

Meine Große hatte besondere Erlebnisse.

Meine Kleine war mittendrin.

Wir hatten Familienzeit.

Und wir haben gemerkt, dass Sommerferien nicht automatisch bedeuten müssen, irgendwohin zu fliegen oder zwei Wochen im Hotel zu verbringen.

Würde ich es nächstes Jahr wieder genauso machen?

Jetzt kommt der Klartext:

Wir werden trotzdem versuchen, nächstes Jahr wieder richtig zu verreisen. 😂

Denn so schön unsere Ferien zu Hause auch waren – mehrere Wochen Kinderbetreuung zu Hause bleiben mehrere Wochen Kinderbetreuung zu Hause.

Und irgendwann hätte auch Mama gerne mal Urlaub. 😅

Trotzdem bin ich froh, dass wir diesen Sommer genauso erlebt haben.

Vielleicht gerade deshalb.

Denn ich habe wieder einmal gemerkt, wie viel Druck ich mir manchmal schon im Vorfeld mache.

Dabei müssen Ferien nicht perfekt durchgeplant sein.

Nicht jeder Tag braucht ein Highlight.

Nicht jedes Kind muss rund um die Uhr beschäftigt werden.

Und manchmal entstehen gerade zwischen den geplanten Dingen die schönsten Momente.

Ferien zu Hause können richtig schön sein.

Vielleicht nicht immer erholsam.

Aber definitiv schön. ❤️

Und ganz nebenbei ist während dieser Wochen bei uns noch etwas ziemlich Großes passiert:

Meine beiden Mädels wohnen jetzt tatsächlich gemeinsam in einem Zimmer.

Wie das funktioniert, warum wir uns dafür entschieden haben und ob wir diese Entscheidung inzwischen bereuen?

Darüber erzähle ich euch noch einmal ganz in Ruhe. 😉

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