Wickelstationen im Alltag
Wickelchaos im öffentlichen Raum und ein seltener Lichtblick.
Seitdem ich Mama bin, habe ich viele Restaurants, Cafés, Arztpraxen und andere öffentliche Orte besucht mit meinem Kind. Und damit natürlich auch: mit Windel, Wickeltasche und dem Wunsch nach einem halbwegs sauberen, funktionalen Ort um mein Kind zu wickeln.
Spoiler an dieser Stelle: Dieser Wunsch wurde überraschend oft nicht erfüllt.
Wickeln auf Klodeckeln und im Kinderwagen.
Ich war schon in Ärztehäuser ohne Wickelstationen. In hippen Restaurants mit Designer-Toiletten aber ohne Wickelmöglichkeiten. Und immer wieder stand ich vor der Frage: „Wickel ich jetzt mein Baby auf dem Klodeckel? Auf dem Boden? Oder einfach im Kinderwagen zwischen den Tischen?“
Kurz gesagt: Es war oft unangenehm und nicht selten auch ein Stück peinlich.
Und dann kam mein persönlicher Lichtblick: Möbel Höffner….
Neulich war ich bei Möbel Höffner und was soll ich sagen: Ich war positiv überrascht. Nein, eigentlich war ich begeistert. Denn dort gab es nicht nur irgendeine Wickelstation in der Ecke einer Behindertentoilette, sondern einen ganz eigenen Wickelraum.
Mit Privatsphäre.
Mit zwei Wickelkomoden.
Mit Waschbecken und Windeleimern.
Mit einem Still-Sessel.
Ich musste mich als nicht zwischen Klobesuchern einquetschen oder mit einem Fuß die Tür blockieren. Meine Kinder hatten Platz. Meine große Tochter saß auf dem Sessel und schaute sich die süßen Bilder an der Wand an und ich hatte Ruhe ohne Stress. Und vor allem: Respekt.
Solche Orte zeigen, dass es auch anders gehen kann. Natürlich reden wir hier über ein Möbelhaus. Die haben ja quasi bereits alle Möbel vor Ort.
Aber es war ein Ort, der zeigt, dass Eltern nicht nur mitgedacht sondern auch mit eingeplant werden können. Und das ein bisschen Rücksicht im Alltag so viel bewirken kann.
Daher, hier ein fettes Dankeschön an Möbel Höffner. Bitte mehr davon. Denn das Wickeln auf dem Klodeckel ist kein Abenteuer, das ich vermisse.
