Mama-Tochter-Zeit: Wie aus einem Blatt Papier ein kleines Ritual wurde
In den letzten Wochen habe ich gemerkt, wie wichtig mir bewusste Zeit mit meiner großen Tochter geworden ist.
Zwischen Schule, Job, Haushalt, der kleinen Schwester und dem ganz normalen Familienchaos bleibt diese gemeinsame Zeit oft viel zu selten.
Also hatte ich eine Idee.
Ich bat sie, eine Liste mit Hobbys aufzuschreiben, die wir beide gemeinsam machen könnten. Dinge, auf die wir beide Lust haben und die wir vielleicht zu einem festen Mama-Tochter-Ritual machen können.
Ihre fünf Ideen fand ich wunderschön:
💃 Zumba
🎨 Malen
🌿 Eine gemeinsame Wochenend-Routine, die nur uns gehört
🚶 Spaziergänge
🧘 Yoga
Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich diese Liste unglaublich schön finde.
Denn sie zeigt, dass gemeinsame Zeit gar nicht kompliziert oder teuer sein muss.
Heute haben wir uns für das Malen entschieden.
Ich schnappte mir mein Malbuch für Erwachsene, sie holte Papier, Stifte, Schere, Kleber und legte mit ihrer eigenen Kreativität los.
Wir saßen fast zwei Stunden zusammen am Tisch.
Mit entspannter Musik im Hintergrund.
Zwischendurch haben wir gequatscht, gelacht und einfach die Zeit miteinander genossen.
Und dann hatte meine Tochter plötzlich eine Idee.
“Wir schreiben uns gegenseitig etwas Schönes auf unsere Bilder.”
Keine Hausaufgabe.
Keine Pflicht.
Einfach liebe Worte.
Affirmationen.
Sätze, die der andere vielleicht gerade hören möchte.
Während ich auf ihr Bild schrieb, wurde mir bewusst, wie selten wir uns solche Worte im Alltag eigentlich sagen.
Dabei kosten sie nichts.
Und manchmal können genau diese kleinen Sätze unglaublich viel bewirken.
Vielleicht brauchen Kinder solche Worte.
Vielleicht brauchen wir Erwachsenen sie genauso.
Seitdem überlege ich, ob wir daraus nicht ein kleines Ritual machen.
Einmal pro Woche gemeinsam kreativ sein.
Malen.
Basteln.
Vielleicht auch Yoga oder einen Spaziergang.
Und anschließend schreibt jeder dem anderen einen Satz mit, der Mut macht.
Zum Beispiel:
❤️ Ich bin stolz auf dich.

❤️ Du bist mutig.
❤️ Du bist genug.
❤️ Ich hab dich lieb.
Manchmal entstehen die schönsten Familienmomente nicht durch große Ausflüge oder teure Erlebnisse.
Sondern durch einen Küchentisch voller Stifte, ein Blatt Papier und zwei Stunden, die sich einfach richtig anfühlen.
Falls euch das Thema Affirmationen interessiert, habe ich vor Kurzem einen Artikel mit meinen 20 liebsten positiven Affirmationen veröffentlicht. Vielleicht findet ihr dort auch einen Satz, den ihr euren Kindern oder euch selbst mitgeben möchtet.
Und falls ihr selbst gerne kreativ abschaltet: Genau für solche ruhigen Momente nutze ich auch mein Malbuch für Erwachsene. Es erinnert mich immer wieder daran, mir bewusst Zeit für mich zu nehmen.
