Milchfreie Ernährung während der Stillzeit – wie einseitig kann Ernährung sein?
Wenn dein Baby eine Milcheiweiß Allergie hat, beginnt für dich als stillende Mama eine ganz neue kulinarische Realität. Statt Latte Macchiato und Mozzarella heißt es plötzlich: Mandeldrink und Zutatenlisten studieren. Ich erzähle dir heute, wie ein einziger Satz vom Kinderarzt meine Ernährung auf den Kopf gestellt hat – und warum der Verzicht manchmal weniger das Problem ist als die verdammt kleine Auswahl.
Ganz ehrlich: Als ich noch schwanger war, habe ich mich richtig auf die Stillbeziehung gefreut. „Wenn ich kann, dann stille ich auf jeden Fall über sechs Monate.“ So oder so ähnlich klangen meine Sätze in der Schwangerschaft.
Und dann kam – wie so oft – die Realität.
„Ihr Baby hat eine Milcheiweiß Allergie. Bitte ernähren Sie sich ab jetzt vegan.“
Moment. Fleisch darf ich essen aber keine Milchprodukte? Also: Tschüss Mozzarella – du warst mein größter Verlust.
Seitdem: vegane Butter. Mandelmilch, denn mit Sojamilch kann ich ehrlich gesagt nichts anfangen. Veganer Käse, veganes Nutella. Keine Pasta-Pesto – weil im Pesto Parmesan ist. Und im Parmesan? Genau: Milcheiweiß.
Ganz ehrlich: FUCK.
Ich hatte kein Bock mehr. Aber was tun wir Mütter nicht alles für unsere Kinder?
Und wo wir gerade bei Kindern sind – Kinderschokolade?! Ebenfalls gestrichen. Ich habe gelitten. Mein Mann kaute genüsslich auf seiner Lieblingsschoki herum, während ich im Bioladen stand und überteuerte Alternativen suchte, die alle irgendwie nach Pappe schmecken.
Ja, diese Stillbeziehung ist wirklich der Hit.
Mein Problem ist nicht der Verzicht an sich, sondern die fehlende gute Auswahl ohne dabei am Ende an der Kasse sein Portemonnaie zu leeren. Ich dachte wirklich, die vegane Produktwelt sei mittlerweile weiter.
Aber natürlich gibt es auch ein paar Ausnahmen:
*Vegane Schokocreme, tatsächlich besser als mit Milch. Aber Achtung: potentielle Suchtgefahr!
Deshalb: Mein größter Respekt an alle, die sich dauerhaft vegan ernähren oder aus gesundheitlichen Gründen auf Milchprodukte verzichten müssen. Ich ziehe meinen (milchfreien) Hut.
Für mich ist es zum Glück nur eine temporäre Umstellung. Und ich freue mich – ganz unverhohlen – jetzt schon auf meinen Mozzarella.
Kennst du das auch – eine plötzliche Umstellung in der Ernährung, weil dein Baby das braucht oder dir, die Ärzte das gesagt haben? Schreib mir gerne in die Kommentare oder auf Instagram wie du damit umgehst. Ich bin gespannt auf jede neue Erfahrung.
*Affiliate Link – Wenn du darüber kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis aber gleich.
