Mama Auszeit – aber bitte wirklich


Manchmal braucht es nicht viel: ein schöner Ort, eine gute Freundin, ein bisschen See und ein paar Tassen heißer Kaffee. Genau das hatte ich – für drei Tage. Zusammen mit meiner Freundin, ihrer Tochter und meiner kleinen Maus ging es in ein wunderschönes Hotel am Wasser. Wir haben gemeinsam gekocht, gelacht, waren im Pool, sind spazieren gegangen, haben gespielt und geredet. Und es war wirklich schön. 

So schön, dass ich fast vergessen hätte, dass das hier keine richtige Auszeit war. Sondern wieder Alltag – nur eben mit Seeblick.

Denn auch wenn wir Mamas gemeinsam Zeit verbringen, bleibt eines: Wir sind immer in Bereitschaft. Spielen, trösten, wickeln, aufpassen, tragen. Und auch wenn wir nebeneinander sitzen und Kaffee trinken, kreisen die Gedanken weiter: um Schlafrhythmen, Breimengen, nächste Termine.

Ich liebe meine Kinder. Und ich liebe meine Freundin und ihre Tochter. Aber in dieser „Auszeit“ habe ich auch gemerkt, was mir wirklich fehlt: Zeit nur für mich. Zeit, in der ich mal keine Verantwortung habe, kein offenes Ohr, keine tröstende Hand. Einfach ich.

Während wir also zwischen Poolbesuch und Spielturm versuchten, kleine Wohlfühlmomente einzufangen, gingen die Väter… essen. Und danach? In eine Vorstellung. Ohne Wickeltasche, ohne Planschbecken, ohne Stillpausen.

Und nein, das ist kein Vorwurf. Aber es ist ein Aha-Moment.

Mama-Auszeit heißt nicht automatisch: mit Kind am See. Manchmal heißt es auch: ganz alleine atmen dürfen. Und dafür müssen wir nicht nach Schuld oder Erlaubnis fragen. Wir dürfen das wollen. Wir dürfen das brauchen.

Nächstes Mal also vielleicht wirklich: nur wir Mamas. Ohne Babyphone. Ohne Kindergeschirr. Dafür mit mehr Raum für uns.

Denn Auszeiten sind nur dann Erholung, wenn wir selbst darin vorkommen.

Wenn du dir im Mama-Alltag ebenfalls kleine kreative Auszeiten schenken möchtest, kann ich dir mein Malbuch ans Herz legen. Es enthält Mandalas, positive Affirmationen und Entspannungsmusik per QR-Code.

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