Tiny-Habit-Laufchallenge – Woche 1: Der erste Schritt war der schwerste
Der erste Schritt war wirklich der schwerste.
Ich weiß, das klingt wie eine Floskel. Aber diesmal war es tatsächlich so.
Ich wusste einfach nicht, wie und vor allem wann ich diesen ersten Lauf unterbringen sollte. Ich wollte unbedingt starten, aber in meinem Zeitplan schien einfach kein Platz dafür zu sein.
Mittlerweile arbeite ich wieder in meinem alten Beruf, versuche mir mit diesem Blog etwas Eigenes aufzubauen, habe meine beiden wundervollen Töchter, einen Haushalt und natürlich auch noch meinen Ehemann.
Wann sollte ich da bitte Zeit zum Laufen finden?
Die ersten beiden Tage waren ehrlich gesagt schrecklich.
Mich plagte das schlechte Gewissen. Ich fühlte mich schlecht und meine Gedanken drehten sich ständig im Kreis:
Schon wieder nicht geschafft.
Schon wieder nichts durchgezogen.
Warum fällt mir das so schwer?
Vielleicht kennt ihr diese Gedanken ja auch.
Doch dann ergab sich am Mittwoch plötzlich ein Zeitfenster.
Oder wenn ich ehrlich bin: Ich habe mir dieses Zeitfenster einfach genommen.
Ich merke mittlerweile ziemlich schnell, wann es Zeit wird, mich wieder mehr zu bewegen. Meine Laune sinkt, ich werde gereizter und deutlich mürrischer. Also wusste ich, dass ich etwas dagegen tun musste.
Und plötzlich war die Dringlichkeit größer als die Ausreden.
Also zog ich meine cozy Haussocken an und lief auf meinem Laufband los.
War der Lauf anstrengend?
Ja.
War jeder Schritt ein kleiner Kampf?
Definitiv.
Wollte ich nach 1,5 Kilometern wieder aufhören?
Auch ja.
Aber ich habe weitergemacht.
Für euch.
Vor allem aber für mich selbst.
Und glaubt mir: Als ich wieder als ich fertig war, war ich unglaublich stolz auf mich.
Nicht, weil ich besonders schnell war.
Nicht, weil ich eine bestimmte Distanz geschafft habe.
Sondern weil ich angefangen habe.
Genau darum geht es bei dieser Tiny-Habit-Challenge.
Nicht um Perfektion.
Nicht um Bestzeiten.
Sondern darum, kleine Gewohnheiten aufzubauen und dranzubleiben.

Mein Helfer für mehr Bewegung im Alltag. Oft reichen schon 20-30 Minuten, um den Kopf freizubekommen und etwas für mich selbst zu tun. Und bei langerweile kann man nebenbei auch seine Lieblingsserie schauen.
Ich bin gespannt, was Woche 2 bringt. Beruflich wird sie ziemlich intensiv werden, aber ich habe mir fest vorgenommen, weiterhin Zeit für Bewegung zu finden.
Und wenn es nur ein paar Kilometer auf meinem geliebten Laufband sind.
Denn eines habe ich diese Woche gelernt:
Der erste Schritt ist oft der schwerste. Aber er ist auch der wichtigste.
Und übrigens:
Ihr könnt immer noch euren Tipp abgeben, wie viele Kilometer ich am Ende der sechs Wochen insgesamt gelaufen sein werde.
Ich freue mich auf eure Schätzungen. 😊
📊 Zwischenstand Woche 1
- Ziel: 5 km
- Gelaufen: 5 km
- Stimmung: 😊
- Nächste Woche: 5 km
