Warum schnelles Essen kein Zeichen schlechter Erziehung ist

Ich gebe es zu:
Unter der Woche oder auch mal am Wochenende bekommt meine große Tochter Nuggets, Pizza oder Pommes.

Bin ich deshalb eine schlechte Mutter?
Eine sogenannte „Rabenmutter“?

Nein.

Ich bin einfach manchmal müde davon, ständig frisch zu kochen, zum dritten Mal über das Abendbrot zu diskutieren oder immer wieder nach Essenswünschen zu fragen – nur um dann als Antwort ein „Keine Ahnung“ zu bekommen.

Warum also nicht manchmal den einfachen Weg wählen?

Warum nicht auch das essen, worauf ich selbst gerade Lust habe? Fettiges, leckeres und vor allem schnelles Essen.

Kein stundenlanges Schnippeln, Vorbereiten und Kochen.

Und versteht mich nicht falsch:
Ich liebe es eigentlich, gemeinsam mit meiner Tochter zu kochen. Diese Momente machen Spaß und schaffen Erinnerungen.

Aber es gibt eben auch diese Phasen, in denen einfach niemand Lust darauf hat.

Und ganz ehrlich?
Ein Wochenende, an dem wir gemeinsam die Couch ausklappen, Kissen und Decken verteilen, Essen bestellen und zusammen den ESC oder die WM schauen – das schafft doch genauso Kindheitserinnerungen.

Vielleicht sogar die, an die man später am meisten zurückdenkt.

Genau das sollte viel mehr normalisiert werden.

Und jetzt mal Klartext:
Wie unfair wäre es eigentlich, wenn ich mir selbst Pizza, Nuggets oder Pommes gönne – es meiner Tochter aber ständig verbieten würde?

Das wäre doch genauso nicht richtig.

Oder wie seht ihr das?

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